Kaltstall


Die vollumfängliche Umsetzung eines Außenklimastalls

Der Kaltstall ist die vollumfängliche Umsetzung des Außenklimastalles. Der Kaltstall kombiniert eine isolierte Stall-Außenhülle mit einem jederzeit verfügbaren Auslauf ins Freie. Ein Teil der Bucht schafft mit Hilfe einer Abdeckung eine warme Zone.

 

Aufbau der Stall-Lüftung im Kaltstall

Zuluft gelangt zumeist durch eine Wickellüftung (Curtains) in den Stall. Abluft wird durch eine Öffnung an der gegenüberliegenden Traufenseite, oder duch einen Lüftungsfirst abgeführt.

 

Der Nestdeckel deckt einen Teil der Bucht ab, um dort eine Warmzone zu schaffen. Dieser muss für Tierkontrolle und sonstige Arbeiten in Gänze nach oben verfahrbar, oder klappbar sein.

 

Für die Gliederung der Buchtenfläche in Ruhe,- Fress,- und Aktivbereich, ist eine individuelle Anpassung des Lüftungssystems an die baulichen Gegebenheiten unerlässlich. Oftmals muss auch der Offenklimastall mit einer aktiven Lüftung versehen werden. 

 

Gründe hierfür sind zum einen der Immissionsschutz (gebündelte, punktuelle Abluftfahne), zum Anderen wird mit Ventilatoren auch bei hohen Außentemperaturen (fehlende Thermik) und Windstille für eine ausreichende Belüftung gesorgt.

 


Welche Herausforderungen gilt es zu meistern?


1.Wärmestau

Die freie Belüftung im Kaltstall funktioniert über die Thermik. Die im Verhältnis zur Außentemperatur wärmere Stallluft entweicht durch definierte Öffnungen ins Freie. Zusätzlich getrieben wird die Durchströmung durch Wind. An warmen Sommertagen kommt die thermische Belüftung an Ihre Grenzen, weil der Temperaturunterschied zwischen Innen und Außen nicht mehr in außreichendem Maße gegeben ist. 

 

Ist es dazu dann noch Windstill, kommt der Luftaustausch zum erliegen. Hier helfen Ventilatoren, welche für eine Umluft, besser noch für eine Abluft sorgen. Zusätzlich zur Belüftung, bietet sich in einem Außenklimastall eine aktive Kühlung einzelner Bereiche, oder der gesamten Stallfläche an. 

 

Hier finden Sie weitere Informationen zur Kühlung für Schweineställe.

 

2.Zugluft

Ist es draußen kalt, werden Zu- und Abluftflächen verschlossen, ist es warm, werden diese geöffnet. So weit, so einfach. Bei starken Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht,  wie wir Sie von März bis Mai und Oktober bis November kennen, wäre demnach eine mindestens 2-malige Veränderung der Zu- und Abluftquerschnitte erforderlich. Bestenfalls nicht von jetzt auf gleich, sondern mit steigender Temperatur schrittweise mehr und mit sinkender Temperatur schrittweise weniger. Wer das händisch lösen möchte, wird hier an Grenzen stoßen.

  

3.Windeinfluss

Viele kennen die negativen Einflüsse des Windes schon aus dem Warmstall. Öffnen wir den Stall nun bewusst für das Außenklima, ist es umso wichtiger, negative Windeinflüsse so weit wie möglich zu begrenzen. 

 

Mithilfe der motorischen Verstellung aller Lüftungsrelevanten Zu- und Abluftöffnungen, kann in Verbindung mit einem Windmesser, welcher Richtung und Stärke erfasst, jedes Lüftungsrelevante bauteil an die aktuellen Windverhältnisse angepasst werden.

 

4. Höherer Arbeitsaufwand

Der Arbeitsaufwand für Tierkontrolle, Misten, Füttern usw. erhöht sich im Vergleich zum konventionellen Stall. Wichtiger denn je ist es für uns, die Arbeitskraft dort wo es Sinn macht, zu begrenzen.

 

Hier helfen neben der schon erwähnten vollautomatischen Steuerung und Überwachung der Lüftungsanlage auch vermeintliche Kleinigkeiten. Wer zur immer gleichen Zeit im Stall ist, könnte z.B die Nestabdeckung zu diesem Zeitpunkt automatisch öffnen und nach gewünschter Zeit wieder schließen.

 

Kombifunktionen erlauben es, mehrere Öffnungen mit einem Tastendruck in die gewünschte Stellung zu fahren. So spart man sich die manuelle Bedienung einzelner Bauteile. Praktisch zum Misten, zum Verladen oder die Tierkontrolle. 

 

Wenn gewünscht, können solche Funktionen auch mit einer Funkfernbedienung an beliebigen Platz im Stall, oder vom Schlepper aus bedient werden. Wir passen unsere Steuerung individuell auf Ihre Wünsche an.